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Krankenhaus San Agustín
Kulturerbe · El Burgo De Osma

Krankenhaus San Agustín

Das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses San Agustín wurde auf Kosten des Bischofs Sebastián de Arévalo y Torres errichtet. Die Bauarbeiten begannen 1694 und wurden 1701 abgeschlossen. Bischof Montoya hatte im 15. Jahrhu

Krankenhaus San Agustín

17. – 18. Jahrhundert

Das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses San Agustín wurde auf Kosten des Bischofs Sebastián de Arévalo y Torres errichtet. Die Bauarbeiten begannen 1694 und wurden 1701 abgeschlossen. Bischof Montoya hatte im 15. Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern ein Krankenhaus unter dem Namen San Agustín gegründet. Dieses Krankenhaus war sowohl aufgrund seiner Größe als auch seiner Lage veraltet, was auch Bischof Arévalo so sah; dennoch behielt er den Namen bei, unter dem Montoya es gegründet hatte.

Der Name des Architekten, der die Entwürfe für dieses monumentale Bauwerk erstellte, ist unbekannt; die Ausführung übernahmen Ignacio Moncaleán und Pedro Portela, wobei sich die Kosten auf über 80.000 Dukaten beliefen.

Das Hospital folgt dem Modell des Palasts „Casa de Austria“ im Alcázar-Stil mit einer rechteckigen Fassade, die von zwei pyramidenförmigen Türmen flankiert wird. In der prächtigen, streng symmetrischen Fassade befinden sich zwei mit Avena verzierte Nischen, in denen die Statuen des Heiligen Sebastian – des Namensvetters des Bauherrn – und des Heiligen Franziskus stehen, da dieser Prälat dem Franziskanerorden angehörte.

In der Mitte, über dem Hauptportal und dem Hauptbalkon, erhebt sich eine Nische, an deren Fuß sich das Wappen des Bischofs Montoya befindet. Das Wappen dieses Prälaten erscheint zwischen den Konsolen, die die salomonischen Säulen tragen, welche die Nische mit den Jochbögen flankieren, in der die Skulptur des Heiligen Augustinus, des Namenspatrons des Hospitals, aufgestellt ist. Die Nische wird von einem dreieckigen Giebel gekrönt, der gebrochen ist, um das Wappen von Arévalo unterzubringen. Zu beiden Seiten des Mittelbaus erheben sich die Türme mit spitz zulaufenden Kuppeln. An ihren Vorderseiten sind auf einem Balkon die Wappen des Bischofs Arévalo in einem farbenprächtigen Barockstil abgebildet.

Diese Fassade bildet eine Brücke zwischen der Strenge des Frühbarocks, der stark vom Stil Herreras geprägt ist, und dem Hochbarock.