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Noticia

Das Konzert von Eva Calero und Mario Boville bildet den krönenden Abschluss der XXVII. Literaturtage von Villanueva de los Infantes

30. Juli 2026 · 19:19

Die 27. Ausgabe der Literaturtage „Neue Wege der Literatur und Kunst“ ging gestern Abend mit einem Abschlusskonzert des Duos aus den Singer-Songwritern Eva Calero und Mario Boville zu Ende – zwei feste Größen der Madrider Szene, die sich nicht nur ähneln, sondern vielmehr sich vielmehr ergänzen. Beide widmen sich der Gesellschaftskritik, die durch die poetischen Erkundungen von Boville und Calero jeweils mit Humor und Introspektion vermittelt wird. Da sie zudem Einflüsse aus der Folklore und dem Singer-Songwriter-Genre einfließen lassen, waren sie die idealen Künstler, um eine Veranstaltungsreihe gebührend abzuschließen, deren thematischer roter Faden in diesem Jahr das Konzept der Gegenkultur war.

„Heutzutage entsteht alternative Kultur oft eher in den Dörfern als in den Städten, die stärker von großen Orten und Medien geprägt sind“, bemerkt Ramiro González Coppari, Vorsitzender des Kulturvereins Luciérnaga, der die Veranstaltung organisiert hat. Der Verein zieht eine sehr positive Bilanz dieser Ausgabe. „Wir hatten großen Andrang, konnten neue Mitglieder gewinnen und jüngere Menschen anziehen“, betont Coppari und verweist damit auf eine der größten Herausforderungen des Vereins.

Die Literaturtage, die in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Villanueva de los Infantes stattfinden, fanden im Rahmen einer intensiven Woche voller kultureller Aktivitäten statt, die wie jedes Jahr ein breites Spektrum verschiedener künstlerischer Disziplinen und Strömungen umfasste. Seit ihrer Eröffnung am 17. Juli wurden namhafte Persönlichkeiten der nationalen Szene empfangen, angefangen mit dem Rap-Workshop, den Minus CSQ dem Publikum bot. Anschließend führte Ángelo Nestore – ein Dichter mit einem besonderen Blick auf den queeren Bereich – am Samstag ein Gespräch mit der Schriftstellerin und Fotografin Violeta Niebla. Am Montag stellten Elisa Terroba und Cristóbal Ascencio, Künstler mit Residenz im Zentrum für Holografie und Kunst „Dados Negros“, ihre Arbeiten vor.

Am Dienstag gab der Kritiker und Kulturmanager Jordi Costa einen Überblick über die Geschichte der Gegenkultur, wobei er der Szene in Sevilla und Barcelona besondere Aufmerksamkeit widmete; am Mittwoch hingegen beleuchtete Amador Fernández Savater aus philosophischer Perspektive aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Sexualität oder Produktivität. Der Donnerstag war wie üblich dem Kino gewidmet, wobei die Videokreationen von María Cañas, die auf Archivmaterial basieren, im Mittelpunkt standen. Und am Freitag präsentierte der Romanautor und Comiczeichner Juarma seine eigene Herangehensweise an die Gegenkultur, diesmal aus der Perspektive der „neunten Kunst“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich um ein bedeutendes Programm aus Vorträgen und Ausstellungen handelt, das das etablierte kulturelle Angebot der Sommerabende in Villanueva de los Infantes weiterhin bereichert.