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Noticia

 Die Konzertreihe „Infantesmúsica“ beschließt ihre Ausgabe 2026 mit „Tausendundeine Nacht“ der Camerata DaVinci, dem im Rahmen des Festivals gegründeten Chors, sowie einem Flamenco-Tanz von María Canea

13. Aug. 2026 · 12:23

An diesem Wochenende ging in Villanueva de los Infantes die Konzertreihe „Infantesmúsica“ zu Ende, nach einem reichhaltigen Programm, das seit dem 31. Juli vielfältige Darbietungen aus den Bereichen Klassik, Jazz und Flamenco sowie weiteren Stilrichtungen umfasste. Diese Initiative, die auch in diesem Jahr wieder vom Verein MUSINFA und der Stadtverwaltung von Villanueva de los Infantes über das Kulturdezernat organisiert wurde, hat erneut etablierte Musiker und junge Interpreten von internationalem Rang an symbolträchtigen Orten des kunsthistorischen Ensembles der Gemeinde in La Mancha zusammengebracht.

Am vergangenen Freitag fand im Innenhof des ehemaligen Colegio Sagrado Corazón, der in diesem Sommer als neuer Kultur- und Veranstaltungsort saniert wurde, das Konzert der Camerata DaVinci statt, das auf der sinfonischen Dichtung „Scheherazade“ des russischen Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow basierte. Unter dem Titel „Tausendundeine Nacht“ bot diese von Ferdinando Trematore bearbeitete und dirigierte Adaption zwei außergewöhnliche Gäste, deren Stimmen dem musikbegeisterten Publikum bestens bekannt sind: die Radio-Clásica-Journalisten Ana Casado und Martín Llade.

Beide verkörperten die Figuren Scheherazade bzw. des Sultans Schahriar in einer von Llade selbst adaptierten Erzählung der Geschichten aus „Tausendundeine Nacht“. Musikalisch wurde das Werk von Rimski-Korsakow von Ferdinando Trematore (Violine), Martina Alonso (Violine), Noelia Gómez (Viola), Stamen Nikolov (Cello), Javier Martín (Kontrabass), Eduardo Raimundo (Klarinette), Rodrigo Martínez (Schlagzeug) und Angela Trematore (Klavier) aufgeführt.

Am Samstag gab der Chor „Infantesmúsica“ sein Debüt, eine Gruppe, die eigens für diese Ausgabe der Konzertreihe gegründet wurde und eine der wichtigsten Neuerungen dieses Jahres darstellt. Der Chor, der sich aus professionellen Sängern und Laien aus Villanueva de los Infantes und anderen Ortschaften der Region zusammensetzte, stand unter der Leitung von Manuel Pacheco, und die Solopartien wurden von Isabel Ródenas und Rodrigo Navarro gesungen.

Diese Initiative unterstreicht einmal mehr das starke Engagement von „Infantesmúsica“ für lokale und regionale Talente, und ihr Auftritt wurde zu einem der ganz besonderen Höhepunkte des Festivals. Dieses erste Konzert, das im städtischen Auditorium „La Encarnación“ stattfand, war dem französischen Komponisten Gabriel Fauré gewidmet und umfasste die Aufführung seines „Requiem“ in d-Moll sowie des „Cantique de Jean Racine“.

Als krönender Abschluss dieser Ausgabe von „Infantesmúsica“ stand am Sonntagabend mit der Show „Flor de romero“ zum ersten Mal der Flamenco im Mittelpunkt der Konzertreihe von Villanueva de los Infantes. Erneut im Antiguo Colegio Sagrado Corazón präsentierte die Flamencotänzerin María Canea auf der Bühne eine Reise durch die tiefgründigsten Stilrichtungen des Flamenco und hob dabei den Reichtum und die Vielfalt dieser Kunstform hervor.

Die Aufführung vereinte zudem erstklassige Künstler aus den Bereichen Gitarre und Gesang, darunter Juan de la María und Jonathan Reyes (Gesang) sowie Luis Medina (Gitarre).  Mit einer Kombination aus Leidenschaft und Technik entführten die drei Künstler das Publikum in eine mitreißende und emotionale Atmosphäre, die der Flamenco-Tradition Tribut zollte und dieser Ausgabe der Konzertreihe „Infantesmúsica“ einen krönenden Abschluss bescherte.