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Evento

Theater im Corral de Comedias

12. Mai 2026 · 21:45

Evento: 27. Aug. 2026 · 20:30 — 31. Aug. 2026 · 22:30

Das einzigartige Erlebnis, Theaterstücke aus dem Goldenen Zeitalter im Corral de Comedias von Almagro zu sehen – dem einzigen, der vollständig in seinem ursprünglichen Zustand aus dem 17. Jahrhundert erhalten geblieben ist und auch heute noch genutzt wird.

 

DON GIL DE LAS CALZAS VERDES

Corral de Comedias

27. August – 20:30 Uhr

„Don Gil de las calzas verdes“ ist ein Klassiker des spanischen Goldenen Zeitalters, der auch in unserer Zeit noch starken Nachhall findet.

Denn dieses im 17. Jahrhundert verfasste Stück ist weit mehr als nur eine Verwechslungskomödie; es ist eine Hommage an den weiblichen Einfallsreichtum und die weibliche Stärke – Werte, die wir heute mehr denn je auf der Bühne würdigen und einfordern müssen.

DER HUND DES GÄRTNERS

Corral de Comedias

28. August – 20:30 Uhr

Eine Geschichte von blauem Blut, Erotik und Privilegien – wie sie der Adel zu Beginn des 17. Jahrhunderts genoss. „El perro del hortelano“, ein Drama über Liebe, Neid, Eifersucht und Ehre, wurde 1613 vom großen Dramatiker Lope de Vega verfasst.

Die Handlung, die in Neapel spielt, erzählt die Geschichte von Diana, der Gräfin von Belfor. Diana ist eine schöne und eigensinnige junge Frau, die von mehreren adeligen Freiern umworben wird, die sie heiraten möchten. Diana weist jedoch alle ihre Avancen immer wieder zurück. Eines Nachts, nachdem sie gesehen hat, wie ihr Sekretär mit ihrer Lieblingshofdame schläft, verliebt sie sich unsterblich in ihn und erkrankt vor Eifersucht.

Dies ist die Geschichte eines Liebesdreiecks, von verbotener Liebe und Verrat, die sich abspielt, als Neapel unter spanischer Herrschaft stand. So steht das von den Adligen manipulierte Haus der Gräfin für jenen Teil der spanischen Gesellschaft, der im Ausland lebte. Die Verlegung der Handlung in diese europäische Stadt ermöglicht es zudem, dass das Stück reich an italienischen Einflüssen und Handlungssträngen ist, für die sich Lope so sehr begeisterte.

FEST

Corral de Comedias

29. August – 20:30 Uhr

Tanzstück „Vuelen pajaritos“

Mit Spaß, Liebe, Misstrauen und anderen abstrakten Personifikationen in den Hauptrollen verwandelt „Vuelen pajaritos“ ein Kinderspiel in eine schonungslose Metapher für Liebe und Verletzlichkeit. In diesem Spiel, bei dem man die Arme heben muss, wenn etwas genannt wird, das fliegen kann, führen Fehler und „Pfandspiele“ zu moralischen Auseinandersetzungen. Sich zu irren bedeutet nicht zu versagen, sondern sich selbst zu verraten.

Tanz des Giftes der Sinne

In „Tanz des Giftes der Sinne“ durchstreifen zwei Frauen, vereint durch ihre Liebe zueinander, gemeinsam einen sinnlichen und poetischen Raum, in dem die Liebe zwischen Frauen frei und ohne Rivalität gelebt wird. Plötzlich wird die Aufführung unterbrochen: Der Souffleur ist verschwunden, und der Text des Tanzes ist leer. Da ihnen der Text fehlt, improvisieren die Protagonistinnen und machen sich das Wort zu eigen, wodurch sie von Darstellerinnen zu Schöpferinnen werden.

Tanz der Komödientitel

Es gibt keine lineare Handlung: Der Reiz liegt im Witz, in der Anhäufung theatralischer Anspielungen und im festlichen Charakter des Finales. „Tanz der Komödientitel“ bietet ein metatheatralisches Spiel, in dem die Figuren berühmte Titel von Komödien jener Zeit zitieren und durchgehen und so dem Repertoire und dem Trubel der „Corral“-Theater Tribut zollen.

Tanz der Madrider Gasthäuser

Mit diesem letzten „Tanz“, inszeniert von den drei Regisseurinnen, findet „Fiesta“ seinen Abschluss. Der „Tanz der Madrider Gasthäuser“ ist ein festliches Porträt des volkstümlichen Madrids, das Gasthäuser, Herbergen sowie öffentliche und geheime Unterkünfte heraufbeschwört und das geschäftige Treiben von Reisenden, Studenten, Soldaten und den unterschiedlichsten Menschen zeigt, die diese Orte bevölkern. Mit schelmischen Anspielungen zeichnet es ein lebendiges Bild der sozialen Vielfalt, die sich in den Herbergen kreuzt, und lässt die ausgelassene Stimmung der Tänze explodieren.

 

BIZARRA

Corral de Comedias

29. August – 22:45 Uhr

„Bizarra“ versammelt die wilden Frauen des Goldenen Zeitalters: die Dissidentinnen, die Mörderinnen, jene, die nicht gehorchten und deshalb ausgelöscht oder verzerrt wurden.

Sie ist weder eine Heldin noch ein Opfer. Sie ist eine Frau, die durchdrungen wurde. Eine Frau, die Gewalt durchlebt hat und nicht mehr zurück kann.

Das klassische Wort wird verdreht, neu angeeignet, als Waffe eingesetzt. Nicht als Literatur, sondern als Präsenz: Körper, Schweiß, Atem. Die Vergangenheit wird nicht dargestellt, sondern aktiviert. Durch sie atmen wir die Gegenwart ein, ausgehend von jenen Frauen, die ein glühender Riss in der Weltordnung waren.

„Bizarra“ ist Ungehorsam. Sie ist die Gerechtigkeit der Seele. Sie ist ein ewiger Kampf.

Er ist Teil eines Rituals, eines Zauberspruchs.

Es ist ein Körper, der eine Wunde reißt.

„Bizarra“ ist der Preis, den man für den Aufstand zahlt.

Marta Poveda debütierte 2023 als Regisseurin mit „La francesa Laura“, einem bisher unveröffentlichtem Stück von Lope de Vega, das von der Fundación Siglo de Oro produziert wurde. Die Uraufführung fand in den Teatros del Canal statt, gefolgt von Auftritten bei renommierten Festivals wie Almagro und Olmedo sowie einer ausgedehnten Tournee durch ganz Spanien, die bei Publikum und Kritik gleichermaßen großen Anklang fand.

Im Jahr 2025 wurde ihre Arbeit mit dem „Premio Teatro de Rojas“ für die beste Regie ausgezeichnet.

LA DAMA BOBA

Corral de Comedias

20. August – 20:30 Uhr

„La dama boba“, dessen Fassung am 28. April 1613 fertiggestellt wurde, ist ein Stück aus dem Genre der Verwechslungskomödien, das das immer wiederkehrende und neu interpretierte komische Wechselspiel zwischen Liebe und Vernunft thematisiert, das sowohl für das Goldene Zeitalter als auch für seinen großen Autor Lope de Vega charakteristisch ist.

 

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