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Evento

Theater im Corral de Comedias

12. Mai 2026 · 21:40

Evento: 20. Aug. 2026 · 20:30 — 23. Aug. 2026 · 00:45

Das einzigartige Erlebnis, Theaterstücke aus dem Goldenen Zeitalter im Corral de Comedias von Almagro zu sehen – dem einzigen, der vollständig in seinem Zustand aus dem 17. Jahrhundert erhalten geblieben ist und auch heute noch genutzt wird.

DON GIL DE LAS CALZAS VERDES

Corral de Comedias.

20. August – 20:30 Uhr.

„Don Gil de las calzas verdes“ ist ein Klassiker des spanischen Goldenen Zeitalters, der auch in unserer Zeit noch nachhallt.

Denn dieses im 17. Jahrhundert verfasste Stück ist weit mehr als nur eine Verwechslungskomödie; es ist eine Hommage an den weiblichen Einfallsreichtum und die weibliche Stärke – Werte, die wir heute mehr denn je auf der Bühne würdigen und einfordern müssen.

DER HUND DES GÄRTNERS

Corral de Comedias.

21. August – 20:30 Uhr

Eine Geschichte von blauem Blut, Erotik und Privilegien – wie sie der Adel zu Beginn des 17. Jahrhunderts genoss. „El perro del hortelano“, ein Drama um Liebe, Neid, Eifersucht und Ehre, wurde 1613 vom großen Dramatiker Lope de Vega verfasst.

Die Handlung, die in Neapel spielt, erzählt die Geschichte von Diana, Gräfin von Belfor. Diana ist eine schöne und eigensinnige junge Frau, die von mehreren adeligen Freiern umworben wird, die sie heiraten möchten. Diana weist jedoch alle ihre Avancen immer wieder zurück. Eines Nachts, nachdem sie gesehen hat, wie ihr Sekretär mit ihrer Lieblingshofdame schläft, verliebt sie sich unsterblich in ihn und erkrankt vor Eifersucht.

Dies ist die Geschichte eines Liebesdreiecks, von verbotener Liebe und Verrat, die sich abspielt, als Neapel unter spanischer Herrschaft stand. So steht das von den Adligen manipulierte Haus der Gräfin für jenen Teil der spanischen Gesellschaft, der im Ausland lebte. Die Verlegung der Handlung in diese europäische Stadt ermöglicht es zudem, dass das Stück reich an italienischen Einflüssen und Handlungssträngen ist, für die sich Lope so sehr begeisterte.

MIT DER LIEBE IST NICHT ZU SPOTTEN

Corral de Comedias.

22. August – 20:30 Uhr

In der Verwechslungskomödie „Mit der Liebe ist nicht zu scherzen“ von Calderón de la Barca wird die heimliche Beziehung zwischen Don Juan und Doña Leonor durch die strengen gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit bedroht.

Damit ihre Liebe gedeihen kann, muss Doña Leonor, die jüngere Schwester, warten, bis ihre ältere Schwester Beatriz geheiratet hat.

Beatriz jedoch, eine Gelehrte mit pedantischem Charakter, scheut die Bindung und bedient sich einer gekünstelten Sprache, die sie für Freier unattraktiv macht.

Als Beatriz die Liebenden entdeckt und der Vater der jungen Frauen beginnt, die Existenz eines heimlichen Liebhabers zu vermuten, schmieden Don Juan und Doña Leonor einen raffinierten Plan: Sie wollen alle glauben machen, dass es Beatriz ist, die eine heimliche Liebesbeziehung unterhält.

Dazu ziehen sie Don Alonso mit ins Boot, der ausgewählt wird, sich als der vermeintliche Liebhaber auszugeben.

Nach einer Reihe von Missverständnissen, Verwicklungen und amüsanten Verwechslungen greift das Schicksal ein, und Don Alonso und Doña Beatriz verlieben sich entgegen aller Erwartungen ineinander. Diese unerwartete Verbindung löst nicht nur alle Probleme der Handlung, sondern führt auch zu einem glücklichen Ende für alle Figuren.

FEST

Corral de Comedias.

22. August – 22:45 Uhr.

Tanzstück „Vuelen pajaritos“

Mit Spaß, Liebe, Misstrauen und anderen abstrakten Personifikationen in den Hauptrollen verwandelt „Vuelen pajaritos“ ein Kinderspiel in eine schonungslose Metapher für Liebe und Verletzlichkeit. In diesem Spiel, bei dem man die Arme heben muss, wenn etwas genannt wird, das fliegen kann, führen Fehler und „Pfandspiele“ zu moralischen Auseinandersetzungen. Sich zu irren bedeutet nicht zu versagen, sondern sich selbst zu verraten.

Tanz des Giftes der Sinne

In „Tanz des Giftes der Sinne“ durchstreifen zwei Frauen, verbunden durch ihre Liebe zueinander, gemeinsam einen sinnlichen und poetischen Raum, in dem die Liebe zwischen Frauen frei und ohne Rivalität gelebt wird. Plötzlich wird die Aufführung unterbrochen: Der Souffleur ist verschwunden, und der Text des Tanzes ist leer. Da ihnen der Text fehlt, improvisieren die Protagonistinnen und machen sich das Wort zu eigen, wodurch sie von Interpretinnen zu Schöpferinnen werden.

Tanz der Komödientitel

Es gibt keine lineare Handlung: Der Reiz liegt im Witz, in der Anhäufung theatralischer Anspielungen und im festlichen Charakter des Finales. „Tanz der Komödientitel“ bietet ein metatheatralisches Spiel, in dem die Figuren berühmte Titel von Komödien jener Zeit zitieren und durchgehen und so dem Repertoire und dem Trubel der „Corral“-Theater Tribut zollen.

Tanz der Madrider Gasthäuser

Mit diesem letzten „Tanz“, inszeniert von den drei Regisseurinnen, findet „Fiesta“ seinen Abschluss. Der „Tanz der Madrider Gasthäuser“ ist ein festliches Porträt des volkstümlichen Madrids, das Gasthäuser, Herbergen sowie öffentliche und geheime Unterkünfte heraufbeschwört und das geschäftige Treiben von Reisenden, Studenten, Soldaten und den unterschiedlichsten Menschen zeigt, die diese Orte bevölkern. Mit schelmischen Anspielungen zeichnet es ein lebendiges Bild der sozialen Vielfalt, die sich in den Herbergen kreuzt, und lässt die ausgelassene Stimmung der Tänze aufblühen.

 

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