Kirche Santa Cristina
06. Juli 2026 · 11:09
Kirche Santa Cristina
16. – 18. Jahrhundert
Die Kirche Santa Cristina erhebt sich am rechten Ufer des Flusses Ucero, dessen Wasser durch den Abión verstärkt wird, der einige Meter weiter stromaufwärts mündet. Ihr Standort ist Zeuge des sanften Rauschens des Flusses, neben der uralten Steinbrücke, am Fuße der Felsenburg und unter dem Blick der ursprünglichen Uxama Argaela.
Die Kirche hat einen lateinischen Kreuzgrundriss, besteht aus einem einzigen Schiff, einem erhöhten Chor am Fußende, einer Halbkugelkuppel auf Pendentifs, die das Querschiff überdeckt, und einem Presbyterium mit flacher Stirnwand. Das Dach des Mittelschiffs besteht aus einem Tonnengewölbe mit Lünetten und Abschnitten, die durch Rundbögen voneinander getrennt sind, welche den Außenseiten der Stützpfeiler entsprechen.
Der größte Teil der heutigen Kirche stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sie wurde von Domingo Zaguirre entworfen und von Alonso Martínez de Ochoa und Manuel de Arribas ausgeführt.
Im Jahr 1779 wurde das Gebäude von einem Brand heimgesucht; die Restaurierungsarbeiten wurden 1782 abgeschlossen. Aus früheren Bauphasen ist vor allem das Renaissance-Portal aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hervorzuheben, das aus zwei korinthischen Säulen vor Pilastern auf einem Podium besteht, die einen Rundbogen flankieren, in dessen Tympanon ein Relief des Ewigen Vaters zu sehen ist.
Im Jahr 1789 beantragte der aus Oxoma stammende Priester Felipe Sanz, Domherr der Kathedrale, die Überführung des Leichnams der Heiligen Christina aus Rom, erhielt diesen und übergab ihn dieser Kirche, deren Namenspatronin sie ist und in deren Hauptaltarbild sie seitdem verehrt wird.

