Universität von Santa Catalina
El Burgo de Osma
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16. Jahrhundert Die ehemalige Universität Santa Catalina wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von Bischof Alvarez de Acosta (1539-63) finanziert. Es handelt sich um ein quadratisches Gebäude mit einer Seitenlänge von 53 Metern, das unverkennbare Merkmale der puristischen Renaissance aufweist. Die Fassade besteht aus einem Rundbogen mit vertiefter Laibung zwischen aufgesetzten Säulen. Die Zwickel sind mit Reliefs weiser alter Männer verziert, eine allegorische Ikonographie, die für ein Universitätsgebäude sehr passend ist. Über dem Bogen befindet sich in einer Nische die Skulptur der Heiligen Katharina, der Schutzpatronin der Philosophen, die einer Familie angehörte, von der Bischof Acosta als Nachkomme angesehen wurde. Auf beiden Seiten wurden zwei Wappen des stiftenden Prälaten angebracht, mit dem Rad der Heiligen Katharina und einigen Rippen, als Zeichen dafür, dass sein Werk "auf Kosten seiner Rippen" geschaffen wurde. Der zentrale Innenhof wird von einer zweistöckigen Arkade umrahmt, deren unterer Teil aus Rundbögen und deren oberer Teil aus Kassetten besteht. Die monumentale Treppe, die in das Hauptgeschoss führt, zeigt ebenso wie der Innenhof, wie sehr dieses Gebäude mit den vorherrschenden ästhetischen und typologischen Trends der Zeit im Einklang stand. Auf der Balustrade und der Brüstung sind erneut die Wappen der Acosta zu sehen. Die Gründungsbulle des Colegio Universidad stammt aus dem Jahr 1550. Es beherbergte Fakultäten für Theologie, Philosophie, Jura und Medizin. Die Studien wurden 1770 unterdrückt und 1778 wieder aufgenommen. Anlässlich des Unabhängigkeitskrieges wurde sie erneut geschlossen und nahm 1814 ihre Tätigkeit wieder auf, um 1841 endgültig als Universität geschlossen zu werden, als die Einrichtung nach Soria verlegt wurde, wo sie nicht überlebte. Später wurde sie zu einer Sekundarschule und beherbergte die Sommerkurse der Universität. Heute ist das Gebäude renoviert und in ein Thermalhotel umgewandelt worden.

