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Mittelalterliche Mauer

El Burgo de Osma

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Mittelalterliche Mauer
Die Mauer umschließt das mittelalterliche Zentrum von Burgos. Sie wurde 1458 von Bischof Montoya in Anbetracht der Situation errichtet, in der sich Kastilien zur Zeit Heinrichs IV. befand, als die Festung von Osma als nicht ausreichend für die Verteidigung der Stadt angesehen wurde. Die Mauer aus Kalk- und Steinmauerwerk mit Quadersteinen in den Ecken, die zur Verstärkung dienen, und mit Zinnen gekrönt, ist in einigen Abschnitten noch erhalten. Ihr Verlauf begann an der Puerta del Puente Viejo (Altes Brückentor), führte am Fluss entlang, bog an der Calle del Cubo (heute Poeta Malo de Molina) ab, überquerte die Calle Mayor, erreichte die heutige Calle Rodrigo Yusto, führte vor dem Priesterseminar vorbei und machte einen Bogen vor dem Kloster El Carmen; an diesem Punkt traf die Mauer auf das Brückentor. Es gab mehrere Tore entlang der Mauer, aber das einzige, das erhalten geblieben ist, ist das von San Miguel, das in der Zeit von Bischof Tello (1567-1578) reformiert wurde, wie sein Wappen zeigt. Montoya ließ die Mauer zu Verteidigungszwecken errichten, aber das war nicht ihre einzige Funktion im Laufe der Geschichte. Die Stadtverwaltung legte besonderen Wert auf den Schutz vor Seuchen und verschiedenen Ansteckungen. Die Mauer erleichterte die Erhebung von Steuern auf Waren, die in die Stadt kamen, und spielte auch eine wichtige Rolle bei symbolträchtigen Zeremonien wie dem Einzug der Bischöfe, die zu ihrem Amtsantritt nach El Burgo kamen. Der Prälat und sein Gefolge hielten vor dem Tor an, durch das sie einziehen wollten, und ein Vertreter der Stadt forderte den Bischof auf, vor dem Durchschreiten des Tores zu schwören, die Sitten, Rechte und lobenswerten Bräuche der Stadt aufrechtzuerhalten, so wie es seine Vorgänger getan hatten; nachdem der Bischof den Eid abgelegt hatte, erhielt er die Schlüssel der Stadt und ging als geistlicher und weltlicher Herr und Meister durch das Tor. Mit der Ausdehnung der Stadt im 18. Jahrhundert und der Schaffung neuer städtischer Räume verlor die Mauer ihre Daseinsberechtigung.

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