Gaudis Laune
Comillas
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Diese Sommerresidenz wurde 1883 im Auftrag von Máximo Díaz de Quijano, dem Schwager des Markgrafen von Comillas, unter der Leitung des Architekten Cascante Colom nach den Plänen von Gaudi errichtet. Das Gebäude besteht aus einem Halbkeller, einem Erdgeschoss und einem Dachgeschoss, mit einem Seitenturm, der sich durch seine Vertikalität in einem ausgesprochen horizontalen Komplex auszeichnet. Im Hauptgeschoss befinden sich ein Wohnzimmer mit doppelter Höhe, ein Esszimmer und mehrere Räume, während im Halbkeller und im Dachgeschoss die Küche, die Garage und andere Wirtschaftsräume untergebracht sind. Auf einem eindrucksvollen Steinsockel zeigen die Fassaden abwechselnd horizontale Streifen aus Sichtziegeln und Keramikfriese mit den Pflanzenmotiven der Blume und des Sonnenblumenblatts, die auch im oberen Fries, im Turm und an den Enden der Öffnungen zu finden sind. Über dem Eingangsportal, das aus robusten Säulen mit kuriosen Kapitellen besteht, die mit naturalistischen Darstellungen von Palmenblättern und Schwalben verziert sind, erhebt sich der Aussichtsturm, in dessen Innerem eine Wendeltreppe zum höchsten Punkt hinaufführt, der in einem kleinen Tempel endet. Sowohl über der Veranda als auch an der Spitze des Turms befindet sich ein rundes Eisengeländer mit peitschenartigen, mit Weinblättern verzierten Stützen. Bemerkenswert sind auch die eisernen Balkone, die mit Sitzbänken aus Holzlatten und einem ebenfalls eisernen Vordach versehen sind, sowie die Fensterflügel, die beim Öffnen und Schließen dank Gegengewichten in verschiedenen Tönen erklingen.

