Villanueva de los Infantes wird mit der Präsentation des Buches "Fiestas de Cruces y Mayos en el siglo XXI" zu einem Referenzpunkt für ethnografische Forschung.
11. Mai 2026 · 16:40
Die Casa de Rueda in Villanueva de los Infantes bildete den Rahmen für die offizielle Vorstellung des Buches „Fiestas de Cruces y Mayos im 21. Jahrhundert: Tradition, Fortbestand, Anpassung“, das vom Centro de Estudios del Campo de Montiel (CECM) unter der Schirmherrschaft der örtlichen Stadtverwaltung herausgegeben wurde.
Der Band versammelt die Forschungsbeiträge des internationalen Kongresses, der 2024 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Erklärung dieser Feste zum regionalen touristischen Interesse stattfand, und etabliert sich als unverzichtbare Referenz für die Erforschung und Verbreitung dieses kulturellen Erbes.
Ein beispielloses akademisches Kompendium
Diese Publikation, die die Sonderausgabe Nr. 5 der Zeitschrift „Revista de Estudios del Campo de Montiel“ darstellt, umfasst mehr als 400 Seiten und vereint 19 wissenschaftliche Artikel, die sich aus verschiedenen Disziplinen, darunter Musikwissenschaft, Anthropologie, Geschichte und Didaktik, mit dem Fest befassen.
Während der Präsentation hob der Hauptkoordinator und Mitautor des Werks, Francisco Javier Moya Maleno, den breiten geografischen Umfang des Buches hervor, das in Chile beginnt und verschiedene Regionen Spaniens durchzieht, von Galicien und Kastilien-León bis nach Madrid und in die Region Murcia. Zudem unterstrich er die Bedeutung der Studien, die sich auf die Provinzen Albacete und Ciudad Real konzentrieren, und schloss den Band mit zwei Beiträgen ab, die der Provinz Huelva gewidmet sind.
Bei der Veranstaltung wurde auch der integrative Charakter der Publikation hervorgehoben, an der nicht nur etablierte Autoren und anerkannte Persönlichkeiten aus dem universitären Bereich mitgewirkt haben, sondern die auch als Plattform für lokale und Nachwuchsforscher diente. Diese Kombination trägt dazu bei, die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes zu stärken und die Kontinuität des mit diesen Feierlichkeiten verbundenen Wissens zu gewährleisten.
Bewahrung der Identität und des kollektiven Gedächtnisses
An der Veranstaltung nahmen der Stadtrat für Kultur und Tourismus von Villanueva de los Infantes, Francisco Javier Peinado, sowie Vertreter des CECM teil, die die Bedeutung dieser Arbeit für die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses hervorhoben. Juan Carlos Gómez Macías, Vizepräsident des Studienzentrums, wies seinerseits darauf hin, dass dieses Projekt das Ergebnis einer konsequenten Anstrengung sei, die nicht nur darauf abziele, den Verlust von Bräuchen zu verhindern, sondern auch die Wandlung und Anpassung der Traditionen zu dokumentieren.
Der Ethnomusikologe Julio Guillén, Mitautor des Bandes und Leiter der Abteilung für Ethnografie am Instituto de Estudios Albacetenses, hob die Einzigartigkeit der in Villanueva de los Infantes geleisteten Arbeit hervor: „Niemand in La Mancha macht so etwas … es ist ein Luxus, hier eine Institution und Menschen zu haben, die sich um diese Arbeiten kümmern, die anderswo nicht durchgeführt werden.“
Bei der Präsentation wurde zudem hervorgehoben, dass die Publikation nicht nur etablierte Autoren und akademische Koryphäen umfasst, sondern auch als Plattform für lokale und junge Forscher dient und so dazu beiträgt, die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes zu sichern.
Lebendige Kultur und Beteiligung der Bevölkerung
Die Veranstaltung diente zudem dazu, den „lebendigen“ Charakter des Festes zu unterstreichen. Francisco Javier Peinado bezeichnete die Publikation als „historischen Moment“ für die Gemeinde und hob vor dem zahlreichen Publikum hervor, dass das Buch ein besseres Verständnis der Ursprünge und der Entwicklung der Cruces und der Mayos sowohl im Campo de Montiel als auch in einem globalen Kontext ermöglichen werde.
Die Veranstaltung endete mit einem Auftritt der Ronda Media Arroba, die einen „Mayo a la Cruz“ sowie ein weiteres Musikstück vortrug und damit die direkte Verbindung zwischen akademischer Forschung und kultureller Praxis symbolisierte, die nach wie vor durch die Straßen zahlreicher Ortschaften zieht, in denen diese Feste noch immer gefeiert werden.
Das Buch, das an verschiedene Universitäts- und öffentliche Bibliotheken verteilt wird, kann im Centro de Estudios del Campo de Montiel erworben werden.

