Der Souto de Rozabales ist ein kleiner, denkmalgeschützter Kastanienwald in der Gemeinde Manzaneda, in Terras de Trives. Er ist etwa 1,80 Hektar groß und beherbergt mehrere sehr alte Kastanienbäume, darunter den berühmten Castiñeiro de Pumbariños, von großer Größe und außergewöhnlichem Umfang. Das Ganze ist ein Raum menschlichen Ursprungs, der jahrhundertelang von der traditionellen Nutzung der Kastanien und des Holzes geprägt war, heute aber als einzigartige Landschaft besucht wird, in der natürliche, kulturelle und ethnografische Werte nebeneinander bestehen. Vom Besuchspunkt aus kann man einen Kastanienhain an einem leichten Hang sehen, mit sehr dicken Stämmen, weiten Baumkronen und einem Unterholz, das typisch für feuchte Gebirgslandschaften ist. Das Interesse liegt eher in der Größe der Bäume, in der alten landwirtschaftlichen Nutzung des Hains und in der Atmosphäre eines gepflegten Waldes als in einem langen Spaziergang. Rund um den Stamm des Pumbariños wurden Bänke aufgestellt, um ihn in aller Ruhe betrachten zu können, was seinen Charakter als Protagonistenbaum noch verstärkt. Seine Bedeutung wird durch die offizielle Erklärung als Naturdenkmal durch die Xunta de Galicia und die Präsenz des Castiñeiro Singulars in den Katalogen des galicischen Kulturerbes bestätigt. Aufgrund des Alters und der Monumentalität der Kastanienbäume wird dieser Ort häufig in Reiseführern und Quellen der Provinz Ourense erwähnt. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Regel der Herbst, da sich dann das Laub färbt und die Kastanien fallen, aber auch im Frühling und Sommer kann man die Pracht der Bäume besser genießen. An feuchten Tagen ist die Atmosphäre intensiver und fotogener, aber es ist auch ratsam, auf dem Boden äußerste Vorsicht walten zu lassen.