Der „Senda de los Almendros“ ist ein kurzer Rundwanderweg (PRC-VA 9) im Naturschutzgebiet „Riberas de Castronuño-Vega del Duero“, dem einzigen Naturschutzgebiet in der Provinz Valladolid. Die Strecke ist etwa 3,4 bis 4 Kilometer lang und weist einen moderaten Höhenunterschied von 50 bis 100 Metern auf; je nach Quelle wird der Schwierigkeitsgrad als mittel oder leicht eingestuft. Der Wanderweg verläuft am Ufer des Flusses Duero entlang und führt durch Schilfgebiete, Steineichenwälder und vor allem durch Felder mit jahrhundertealten Mandelbäumen, die dem Weg seinen Namen geben. Vom Aussichtspunkt aus hat man einen spektakulären Blick auf die aufgestaute Flussbiegung des Duero, die vor Ort als „La Florida“ bekannt ist, sowie auf den Staudamm von San José und die Vogelbeobachtungsstation des Naturschutzgebiets. Die Nähe zum Wasser und die Ufervegetation ermöglichen die Beobachtung von Wasser- und Waldvögeln sowie geschützter Arten wie dem Purpurreiher und dem Nachtreiher, die hier in einer der wenigen Brutkolonien in Kastilien und León vorkommen. Die Route umfasst einen Aussichtspunkt über den Stausee von San José, ein Werk der Wasserkrafttechnik, das die Bewässerungskanäle der Region reguliert. Der „Senda de los Almendros“ ist eine der bekanntesten Routen in Valladolid und wird in den Wanderführern der Region aufgeführt. Seine größte saisonale Bedeutung erreicht er zwischen Februar und März, wenn die jahrhundertealten Mandelbäume in Weiß- und Rosatönen blühen und die Route zu dieser Zeit am stärksten von Touristen frequentiert wird. Der Weg ist auf den ersten anderthalb Kilometern bis zum Vogelbeobachtungspunkt mit Unterstützung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität begehbar und eignet sich auch für Kinder.