Der „Senda de Irati“, besser bekannt als „Selva de Irati“, ist ein ausgedehnter Buchen- und Tannenwald im Norden von Navarra, zwischen den Tälern von Aezkoa und Salazar. Es handelt sich um ein Waldgebiet mit hoher biologischer Dichte, dessen Bäume eine Höhe von 25 bis 30 Metern erreichen und dessen Unterholz besonders in feuchten Jahreszeiten reich an Farnen und Moosen ist. Das Relief ist bergig mit moderaten Höhenunterschieden, die auf den am leichtesten zugänglichen Rundwegen zwischen 200 und 400 Metern schwanken, sowie geologischen Gegebenheiten, die mit alten pyrenäischen Formationen in Verbindung stehen. Von den wichtigsten Besichtigungspunkten aus, wie dem Gebiet von Casas de Irati oder der Königlichen Waffenfabrik von Orbaizeta, eröffnet sich der Blick auf eine tiefgrüne Waldlandschaft mit gut ausgeschilderten Wanderwegen, die Schluchten wie die von Urtxuria durchqueren und zu Stauseen wie dem von Irabia oder Koixta führen. Die Gegend bietet Aussichtspunkte auf tiefe Täler, Hängebrücken und historische Überreste der Eisenindustrie aus dem 18. Jahrhundert, was der natürlichen Umgebung einen zusätzlichen kulturellen Wert verleiht. Der Wald von Irati steht als Naturschutzgebiet von Navarra unter Schutz und wird in seriösen Wanderführern wie denen der FEDME oder von „Sendas de Viaje“ aufgeführt. Er ist bekannt für seine Legende, die mit dem „Cantar de Roldán“ verbunden ist, und als Etappe des Jakobswegs. Die beste Zeit für einen Besuch ist zwischen Mai und Oktober, wenn das Laubwerk in voller Pracht steht, oder im Winter, wenn man Schnee sucht – allerdings ist aufgrund von Glatteis Vorsicht geboten.