Das besondere Naturschutzgebiet Güi Güi, auch bekannt als Güigüí oder Guguy, ist ein Küstengebirge im westlichen Zentrum der Insel Gran Canaria, das zur Gemeinde La Aldea de San Nicolás gehört. Mit einer Fläche von 2920,9 Hektar ist dieses Schutzgebiet Teil des kanarischen Netzwerks geschützter Naturräume und gehört als besonderes Schutzgebiet zum Natura-2000-Netzwerk. Sein Relief, das geologisch sehr alt ist, stammt aus dem ersten Vulkanzyklus der Paläokanaria und umfasst einen 14,5 Millionen Jahre alten Vulkanschlot, der eine einzigartige Höhlenfauna beherbergt. Die Landschaft weist einen ausgeprägten Kontrast zwischen trockenen Gipfeln, tief eingeschnittenen Schluchten und Steilküsten auf, die steil zum Atlantik abfallen und an den Mündungen in kleine Kies- und Sandstrände übergehen. Die Vegetation umfasst Cardonal-Tabaibal-Vegetation, Reste thermophiler Wälder sowie bedrohte, ausschließlich in diesem Gebiet vorkommende Endemiten wie die Centauria Cheirolophus falcisectus. Zudem dient das Gebiet als Rückzugsgebiet und Brutstätte für bedeutende Vogelarten wie den Wanderfalken, den Gelbschnabel-Sturmtaucher und die Bulweria. Auf dem Berg Hogarzales oder der Festung von Ajódar befinden sich archäologische Fundstätten der Ureinwohner von Gran Canaria. Aufgrund seiner Unzugänglichkeit befindet sich das Naturschutzgebiet in einem optimalen Erhaltungszustand und wird in Fachführern als eine der großartigsten Küstenlandschaften im Westen von Gran Canaria angesehen. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Herbst, Winter oder Frühling, wobei die heißesten Stunden des Tages vermieden werden sollten.