Las Cárcavas ist ein Ort der Erosion, geprägt von Rinnen, Furchen und kleinen Türmen aus rötlichem Lehm, die im Laufe der Jahrhunderte von Regen und Wind auf einem leicht zu zerstörenden Gelände geformt wurden. Das Ergebnis ist eine schroffe, fast wüstenähnliche Landschaft mit starken Farb- und Reliefkontrasten, die an eine trockene Landschaft mit einem sehr eigenwilligen Erscheinungsbild erinnert. Der Besuchspunkt ermöglicht es, die kapriziösen Formen des Geländes aus der Nähe zu betrachten, die besonders an den Hängen und Böschungen sichtbar sind, wo das Wasser natürliche Kanäle und Schornsteine geformt hat. Von der Route aus kann man auch die Umgebung des Pontón de la Oliva mit dem Stausee und den trockenen Hügeln der Sierra de Ayllón sehen, was dazu beiträgt, den Kontrast zwischen dem menschlichen Werk des Staudamms und der natürlichen Modellierung der Landschaft zu verstehen. Das Gebiet wird in den Madrider Reiseführern regelmäßig wegen seines geomorphologischen Interesses und wegen der beliebten Wanderroute, die am Pontón de la Oliva beginnt, erwähnt. Das Gebiet steht zwar nicht unter besonderem Schutz, ist aber Teil eines von Spaziergängern und Wanderern stark frequentierten Gebiets an der Grenze zwischen Madrid und Guadalajara. Die beste Jahreszeit ist in der Regel das Frühjahr und der Herbst, wenn die Hitze milder ist und das Gelände leichter zu begehen ist. An trockenen Tagen bringt das schwache Licht des frühen oder späten Nachmittags die ockerfarbenen und rötlichen Töne des Geländes zur Geltung.