Die Lagunen von Salburua, offiziell als „Parque de Salburua“ bekannt, sind ein Komplex natürlicher Binnenfeuchtgebiete östlich von Vitoria-Gasteiz in Álava im Baskenland. Dieses einzigartige Ökosystem entsteht durch die Quellen des quartären Grundwasserleiters von Vitoria, einem riesigen Grundwasservorkommen, das sich unter der Llanada Alavesa erstreckt. Das Lagunensystem besteht aus vier Hauptlagunen: der Lagune von Betoño (die der Stadt am nächsten liegt), der Lagune von Arkaute (die mit 39,5 Hektar die größte ist), der Lagune von Larregana und der Lagune von Duranzarra. Nachdem sie Mitte des 20. Jahrhunderts trockengelegt worden waren, wurden sie in den 1990er Jahren im Rahmen des Projekts „Anillo Verde de Vitoria“ (Grüner Ring von Vitoria) renaturiert, wodurch ein vernachlässigter Stadtrand in einen Naturraum von hohem ökologischen Wert verwandelt wurde. Vom Aussichtspunkt aus, insbesondere vom Interpretationszentrum Ataria mit seinem über dem Wasser schwebenden Aussichtspunkt, bietet sich der Blick auf eine weitläufige Wasserfläche, umgeben von Ufervegetation, Wiesen und Bereichen zur Tierbeobachtung, darunter Hirsche und zahlreiche Wasserlebewesen. Die Lagune von Arkaute im Osten und die von Betoño im Westen bilden das ökologische Herzstück des Parks und bieten je nach Jahreszeit und Tageszeit wechselnde Landschaften. Der Park ist international für seinen ökologischen Wert anerkannt: Im Juli 2002 wurde er in die Ramsar-Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung aufgenommen und zum Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Natura-2000-Netzwerk erklärt. Er ist das größte quartäre Grundwasserreservoir der Autonomen Gemeinschaft des Baskenlandes und das beste Beispiel für Abflussseen im Einzugsgebiet des Ebro. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Abenddämmerung, wenn der Park zu einem Ort der Stille wird, an dem die Geräusche der Natur im Vordergrund stehen, insbesondere am Donnerstagnachmittag. Die vier Routen zur Tierbeobachtung können zu jeder Jahreszeit begangen werden, wobei im Frühling und Herbst die größte Artenvielfalt zu beobachten ist.