Die Lagunen der Subbética, genauer gesagt das Feuchtgebietskomplex im Süden von Córdoba, sind ein Naturgebiet karstartiger Beschaffenheit, das aus ganzjährigen und saisonalen Lagunen besteht und sich in der Region der Sierras Subbéticas in der Provinz Córdoba in Andalusien befindet. Dieses Gebiet, das seit 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und zum Feuchtgebiet ES0000034 gehört, erstreckt sich über 1.501,78 Hektar und umfasst Gemeinden wie Luque, Lucena, Aguilar de la Frontera und Puente Genil. Das Gebiet umfasst sowohl große Lagunen wie die Laguna del Conde (auch Laguna del Salobral genannt) mit einer Fläche von 46,60 Hektar und violettem Salzwasser als auch kleinere Lagunen wie die Laguna del Chinche (7 Hektar) oder die Laguna de los Jarales. Vom Besucherpunkt aus, der insbesondere über den „Vía Verde del Aceite“ in Luque gut erreichbar ist, eröffnet sich der Blick auf eine Landschaft aus flachen, saisonalen Feuchtgebieten, umgeben von Tamarisken, Schilfgürteln und einem Ring aus mediterraner Vegetation rund um die Lagunen, die einen Kontrast zu den weitläufigen Olivenhainen und Weinbergen der Landschaft um Córdoba bildet. Die ökologische Bedeutung des Gebiets ist außerordentlich: Es ist einer der wichtigsten Rückzugsorte im Süden Andalusiens für die Überwinterung und das Nisten von Wasservögeln, wobei gelegentlich Arten wie die Rostgans, das Blässhuhn, die Malvasia-Ente und in der Laguna de los Jarales die seltene Weißkopfente sowie das Hornblässhuhn anzutreffen sind. Die Laguna del Conde, die größte Lagune des Gebiets, zeichnet sich durch ihr flaches Relief aus und trocknet häufig gegen Ende des Sommers aus, was ihren saisonalen Charakter bestimmt. Die beste Zeit für einen Besuch dieses Gebiets ist im Frühling (März bis Juni), wenn die Lagune voll Wasser ist und die Vogelwelt am reichhaltigsten und aktivsten ist, oder im Herbst während der Überwinterung der Zugvögel. Auch der Winter bietet gute Bedingungen, sofern keine extreme Dürre herrscht, während der Sommer zu einer trockenen Landschaft führen kann, die für die Tierbeobachtung weniger interessant ist.