Die Laguna de Medina ist eine flache Steppenlagune, die größte in der Provinz Cádiz und eine der größten in Andalusien mit einer durchschnittlichen Fläche von 120 Hektar. Sie liegt im Gemeindegebiet von Jerez de la Frontera in einer landwirtschaftlichen Senke, die von sanften Hügeln geformt ist, die das Regenwasser und das Wasser des Flusses Fuente Bermeja in sie leiten. Sein Becken und sein Wasserstand variieren je nach Niederschlag, weshalb sich sein Aussehen von Jahr zu Jahr ändert. Von den Beobachtungspunkten aus hat man einen freien Blick auf die Wasserfläche, den Vegetationsgürtel von Perilagunar und die Wasservögel, die dieses Feuchtgebiet als Überwinterungs-, Brut- und Rastplatz für Zugvögel nutzen. Es handelt sich um eine besonders interessante Enklave für die Beobachtung der Fauna, mit der üblichen Anwesenheit von Arten, die mit den mediterranen Feuchtgebieten und dem Flachland von Jerez verbunden sind. Die Lagune ist als RENPA-Naturschutzgebiet geschützt und wird auch im ZEPA-Netz, in der Ramsar-Liste und als GGB geführt, was ihren ökologischen Wert unterstreicht. Die natürliche Bedeutung der Lagune wurde durch Maßnahmen zur Verbesserung und Erweiterung des Feuchtgebiets in der Umgebung verstärkt. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Regel der Herbst, der Winter und der Frühling, wenn es mehr Wasser gibt und die Vögel aktiver sind; in der Abenddämmerung ist das Licht für Beobachtungen und Fotos besonders günstig.