Die Schluchten des Flusses Eria bilden ein Naturgebiet in der Provinz Zamora in Kastilien und León, wo der Eria, ein rechter Nebenfluss des Órbigo, ein Tal mit einzigartiger Morphologie durchquert, das durch eine historische Flussbegrenzung geprägt ist. Der Fluss entspringt in den Montes del Teleno am Südhang der Montes de León in über 2.000 Metern Höhe, und fließt durch ein breites, sanft abfallendes Tal (1.150–1.250 m), dessen Ausmaße weit über denen des heutigen Flusslaufs liegen, was einen morphologischen Unterschied zwischen dem eingedämmten Tal und dem Tal, das den Fluss eindämmt, deutlich macht. Dieser Abschnitt, von der Quelle bis nach Quintanilla de Yuso, ist im Natura-2000-Netzwerk als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) „Ufer des Flusses Órbigo und seiner Nebenflüsse“ (ES4130065) im Natura-2000-Netzwerk eingestuft, obwohl dieser Schutzstatus bislang noch nicht zu konkreten Erhaltungsmaßnahmen geführt hat. Vom Aussichtspunkt aus lässt sich die durch den Zusammenfluss von Eria und Órbigo entstandene Aue erkennen, ein produktives landwirtschaftliches Gebiet, in dem Mais, Kartoffeln, Rüben und Bohnen angebaut werden, sowie der Staudamm „Presa de la Garafa“ und die Brücke „Puente Grande“. Das Gebiet beherbergt Fischarten von besonderem Interesse wie die Boga, die Bermejuela, den Bordallo und die Grundel sowie Neunaugen und verfügt über prioritäre Lebensräume wie Auenwälder aus Erlen und Eschen. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling oder Sommer, wenn die Ufervegetation am üppigsten ist und die Wegbedingungen optimal sind.