Die Schlucht des Río Chico ist ein enges und wildes Tal, das vom Flusslauf des Río Chico, einem Nebenfluss des Adra, an der Grenze zum Naturpark Sierra Nevada in der Nähe von Ohanes und Berja in Almería geformt wurde. Der Fluss entspringt in der Sierra de Gádor zwischen Alcolea und Berja und fließt etwa 18 km in Nord-Süd-Richtung bis zu seiner Mündung, wobei er ein Flussbett bildet, das sich in ein fruchtbares Tal einfügt, das von Schluchten und Trockenflusstälern des Virgitan-Hangs durchzogen ist. Obwohl seine Wasserführung schwankt und er im Sommer austrocknen kann, weist er nach wie vor eine auffällige Ufervegetation mit Kastanienbäumen, Kiefern und Steineichen auf, neben alten, verfallenen Bauernhöfen oder solchen, die als Zweitwohnsitze saniert wurden. Vom Aussichtspunkt aus, insbesondere im Erholungsgebiet des Río Chico oder entlang des Wanderwegs PR-A 249, genießt man spektakuläre Ausblicke auf Ohanes, das Ándarax-Tal, die Sierra de Gádor und den Gipfel des Peñón de la Polarda. Die Route umfasst Sehenswürdigkeiten wie einen kleinen natürlichen Wasserfall, einen künstlichen Wasserfall und die „Fábrica de la Luz“, ein ehemaliges Wasserkraftwerk, das heute zum Kulturerbe der Region zählt. Der Wanderweg verläuft zwischen Kastanienbäumen, Kiefern und Schieferwäldern, begleitet vom Rauschen des Flusses, direkt an der Grenze zum Nationalpark Sierra Nevada. Die Landschaft ist aufgrund ihres Schutzstatus innerhalb des Naturparks Sierra Nevada sowie ihrer Erwähnung in seriösen Wanderführern wie „Senderos de Almería“ und „Turismo Costa de Almería“ von Bedeutung. Hervorzuheben ist auch ihre Verbindung zum lokalen historischen Erbe, darunter die Mühle „Molino de la Herrería“ und das ehemalige Wasserkraftwerk. Die beste Zeit für einen Besuch ist zwischen Frühling und Herbst, wobei man die winterlichen Schneefälle und die extreme Sommerhitze vermeiden sollte, da der Fluss dann möglicherweise ausgetrocknet ist.