Der Stausee von Orellana und Sierra de Pela ist ein Naturschutzgebiet im Nordosten der Provinz Badajoz, das den größten Stausee im Mittellauf des Flusses Guadiana und dessen Umgebung bis stromabwärts des Staudamms von Puerto Peña umfasst. Mit einer Gesamtfläche von 42.667,76 Hektar vereint dieses Gebiet das künstliche Feuchtgebiet des Stausees (5.550 Hektar Wasserfläche) mit weiten Steppenebenen und ausgedehnten Eichenwiesen. Der zwischen 1961 und 1963 erbaute Stausee hat ein maximales Fassungsvermögen von 824 Hektometern und erstreckt sich über 37 km vom Staudamm bis zum Auslauf, wodurch er eines der bedeutendsten Feuchtgebiete im Südwesten Spaniens bildet. Vom Aussichtspunkt aus bietet sich der Blick auf eine beeindruckende Wasserfläche, die Tausenden von Wasser-, Steppen- und großen Raubvögeln als Zufluchtsort dient, darunter insbesondere der Graureiher, der das Gebiet als Hauptüberwinterungsgebiet in der Extremadura nutzt. Die Vielfalt der Lebensräume, zu denen die präkambrische Halbebene, die paläozoischen Gebirgszüge und der Lauf des Guadiana gehören, sorgt für eine außergewöhnliche Vogelwelt. Das Gebiet ist als besonderes Vogelschutzgebiet (ZEPA) und Gebiet von regionalem Interesse (ZIR) ausgewiesen und steht auf der Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Das Gebiet weist eine große Vielfalt an einheimischen Fischarten auf, darunter Chondostroma polylepis und Tropidophoxinellus, und beherbergt die prioritäre Art Lythrum flexuosum. An seinen Ufern befindet sich die als „Costa Dulce“ bekannte Infrastruktur für Wassersport und Baden, der erste Binnenstrand Spaniens, der mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurde. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der Überwinterungszeit der Kraniche (November bis Februar) oder im Frühjahr, wenn die Vogelwelt am aktivsten ist und die Umgebung eine üppigere Vegetation aufweist.