Der Stausee Gabriel y Galán ist ein großes künstliches Gewässer im Norden der Provinz Cáceres in der Extremadura, das durch die Aufstauung des Flusses Alagón entstanden ist. Sein Gesamtvolumen beträgt 924 hm³ und er erstreckt sich über eine Fläche von 4.683 Hektar, womit er der größte Stausee der Region ist. Das Wasser wird hauptsächlich zur Erzeugung von Wasserkraft, zur Bewässerung von 38.400 Hektar Land und zur Trinkwasserversorgung entfernter Gemeinden genutzt. Der aus Rüttelbeton erbaute Schwebedamm wurde 1961 eingeweiht und ist nach dem Dichter José María Gabriel y Galán benannt, dessen Familie den größten Teil der vom Stausee eingenommenen Flächen abtrat. Von den nahegelegenen Aussichtspunkten aus bietet sich ein spektakulärer Panoramablick auf den Stausee und die ihn umgebende Bergkette mit sanften Hügeln, Weideland, Steineichenwäldern und Olivenhainen, die mit dem Wasser des Stausees verschmelzen. Die Umgebung weist beeindruckende landschaftliche Kontraste auf, die durch die Überflutung ehemaliger Täler nach dem Bau des Staudamms in den 1960er Jahren entstanden sind. Das Wasser ist fast das ganze Jahr über sehr klar, und der Grund des Stausees besteht hauptsächlich aus Schiefer und, in geringerem Maße, aus Granit in den Bereichen nahe dem Staudamm. Der Stausee ist Teil des besonderen Schutzgebiets (ZEC) Granadilla und des besonderen Vogelschutzgebiets (ZEPA) Embalse Gabriel y Galán, die beide zum Natura-2000-Netzwerk gehören. In diesem Gebiet konzentriert sich eine nach den Ramsar-Kriterien international bedeutende Wasser-Vogelwelt. Neben dem Sportangeln, bei dem Arten wie Ukelei, Flusskrebs, Sonnenbarsch, Boga und Karpfen vorherrschen, lassen sich Aktivitäten wie Wandern, Radwandern, Fotografieren und Vogelbeobachtung nachgehen. Die beste Zeit für einen Besuch des Stausees ist im Frühling und Sommer, wenn die Wetterbedingungen für Wasseraktivitäten und die Vogelbeobachtung am günstigsten sind. Die Gegend ist reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise der historischen römischen Stadt Cáparra mit ihrem spektakulären Eingangsbogen, sowie charmanten Dörfern in der Nähe wie Granadilla, das zum historischen Ensemble erklärt wurde.