Der Chaparro de la Vega ist eine große, jahrhundertealte Steineiche, die 2001 zum Naturdenkmal von Andalusien erklärt wurde und in der Gemeinde Coripe in der Sierra Sur von Sevilla steht. Es handelt sich um ein Exemplar von Quercus ilex subsp. ballota mit einer sehr großen Krone und einem isolierten Erscheinungsbild, das zu einem landschaftlichen Wahrzeichen in der fruchtbaren Tiefebene des Guadalporcún geworden ist. Institutionelle Quellen verorten ihn in einer grasbewachsenen, bergigen Umgebung, mit sanften Hügeln und Kalksteinhügeln im Hintergrund. Vom Aussichtspunkt aus kann man vor allem die Größe des Baumes erkennen: seinen dicken Stamm, die sonnenbeschienene Krone und den Kontrast zur landwirtschaftlichen Ebene und der nahen Ufervegetation. Es handelt sich um einen Ort, der visuell einfach zu verstehen ist, denn der Chaparro konzentriert in einem einzigen Exemplar die traditionelle Landschaft der Region und die historische Beziehung zwischen der menschlichen Nutzung des Waldes und der Erhaltung einzelner Bäume. Neben seinem botanischen und landschaftlichen Wert ist der Baum eng mit dem lokalen Leben und den Aktivitäten zur Koexistenz und Umwelterziehung verbunden. In der touristischen Dokumentation der Provinz und der Gemeinde wird er als Wahrzeichen von Coripe und als Schauplatz für die Wallfahrt der Virgen de Fátima Mitte Mai vorgestellt. Der Besuch ist am angenehmsten bei sanftem Licht, vor allem am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn der Schatten der Bäume und das Relief der Umgebung besser zu erkennen sind. Im Frühling ist die Landschaft in der Regel grüner und der Spaziergang entlang der Vía Verde de la Sierra und des Guadalporcún-Tals ist angenehmer.