Die „Canchos de Ramiro“ sind ein besonderes Schutzgebiet (ZEC) und ein besonderes Vogelschutzgebiet (ZEPA) im Westen der Provinz Cáceres in der Extremadura, das das natürliche Herzstück der Region „Valle del Alagón“ und des besonderen Vogelschutzgebiets „Canchos de Ramiro y Ladronera“ bildet. Dieses 23.119 Hektar große Schutzgebiet entstand vor Millionen von Jahren als für den Westen der Iberischen Halbinsel typische Quarzitfelsen und bildet eine Fortsetzung der Ausläufer des Monfragüe-Gebirges innerhalb der Cordillera Central de San Pablo. Die Landschaft zeichnet sich durch steile Felswände aus, auf denen Greifvögel wie Adler, Gänsegeier, Schmutzgeier und Klippengeier inmitten eines mediterranen Waldes nisten und ihre Kreise ziehen. Vom Aussichtspunkt „Los Canchos de Ramiro“, dem Endpunkt des ausgeschilderten Wanderwegs, bietet sich ein beeindruckender Blick auf eine vom Fluss geformte Schlucht, in der zwei Nebenflüsse des Tajo zusammenfließen: der Alagón, sein längster Nebenfluss, und der Árrago. Von hier aus lassen sich zudem Geröllfelder und die große Kolonie von Gänsegeiern beobachten, die in diesem Gebiet lebt. Das Gebiet ist Teil des Natura-2000-Netzwerks der Extremadura und gehört zu den 170 besonderen Schutzgebieten für Vögel (ZEPA) in Spanien sowie zu den 650 in Europa. Es stellt einen wichtigen Naturkorridor dar, der Cáceres von Villuercas über Monfragüe bis zur Grenze zu Portugal durchquert. Die Bedeutung des Ortes wird durch seine Ausweisung als ZEPA im Rahmen einer europäischen Vogelschutzrichtlinie sowie durch seine Erwähnung in Naturreiseführern und Bildungsprogrammen wie „Conoce Extremadura“ unterstrichen. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und Sommer, wenn die Aktivität der Greifvögel am intensivsten ist, vorzugsweise in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung, um mehr Ruhe und bessere Beobachtungsbedingungen zu genießen.