Baixa Limia-Serra do Xurés ist ein großes natürliches Berg- und Grenzgebiet im Südwesten von Ourense, wo Granitreliefs, Täler und das Vorhandensein des Flusses Limia eine Übergangslandschaft zwischen der atlantischen und der mediterranen Welt bilden. Es ist seit 1993 als Naturpark anerkannt und bildet zusammen mit dem benachbarten portugiesischen Peneda-Gerês ein großes grenzüberschreitendes Gebiet, das im Rahmen des Biosphärenreservats Gerês-Xurés geschützt ist. Von den Besucherpunkten des Parks aus kann man steile Gebirgsketten, mit Eichen und Sträuchern bewachsene Hänge, nackte Felsen und auf vielen Wegen die Überreste alter Pfade, traditioneller Dörfer und historischer Elemente im Zusammenhang mit der Viehzucht und der Kommunikation in den Bergen sehen. Das Zusammenspiel von Wasser, Granit und Vegetation ist eines der charakteristischen Merkmale der Landschaft. Das Gebiet ist nicht nur landschaftlich interessant, sondern bewahrt auch eine bemerkenswerte biologische Vielfalt und ein eng mit dem Gebiet verbundenes kulturelles Erbe, mit ausgeschilderten Wegen und in einigen Gebieten mit geregelten Zugangsbereichen. Das Vorhandensein von freien und organisierten Routen spiegelt ein Besuchsmodell wider, das versucht, die öffentliche Nutzung und den Naturschutz miteinander zu vereinbaren. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Regel das Frühjahr und der Herbst, wenn die Wasserläufe und Wasserfälle angenehmer fließen und die Temperaturen zum Wandern geeignet sind. Im Sommer kann es in den tiefer gelegenen Gebieten heiß werden, und im Winter wird das Gebirge rauer und unbeständiger.