Die Landschaft von Atlanterra und Cabo de Plata ist ein Natur- und Stadtgebiet in der Gemeinde Tarifa (Cádiz, Andalusien), wo die Sierra de la Plata ins Meer hineinragt und ein markantes, felsiges Kap bildet. Geografisch umfasst das Gebiet den Strand von Atlanterra, einen 2.900 Meter langen und durchschnittlich 60 Meter breiten goldenen Sandstrand, der von einem kleinen Dünensystem gesäumt wird, das ihn von der Küstenbebauung trennt. Im Süden ragt das majestätische Cabo de Plata in den Atlantik hinein, wobei Felsformationen die Schönheit der Aussicht unterstreichen und einen geologischen Rahmen aus Steilküsten und Ausläufern der Bergkette bilden. Vom Aussichtspunkt aus kann man den Übergang vom Strand von Atlanterra im Westen zum Strand „Playa de los Alemanes“ im Osten beobachten, mit kristallklarem Wasser und einer entspannten Atmosphäre, die im Kontrast zum sommerlichen Massentourismus steht. Das Kap wird vom „Torre de Cabo de Plata“ gekrönt, einem Wachturm aus dem 18. Jahrhundert, der heute in ein Privathaus integriert ist, und einen Kilometer oberhalb des Kaps befindet sich die „Necrópolis superior“, eine archäologische Stätte mit in den Fels gehauenen anthropomorphen Gräbern und Höhlen mit Felsmalereien. Das Gebiet verfügt zwar über keinen spezifischen offiziellen Schutzstatus, wird jedoch in Wander- und Reiseführern wegen seines landschaftlichen und historischen Wertes gewürdigt, unter anderem aufgrund eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg am östlichen Ende des Strandes, der im Volksmund als „Playa del Búnker“ bekannt ist. Die beste Zeit für einen Besuch ist außerhalb der Sommermonate, insbesondere im Frühling oder Herbst, wenn sich der Ort in eine Oase der Ruhe mit großer natürlicher Schönheit verwandelt und man den Touristenandrang in den Monaten Juli und August vermeiden kann.