„A Cántara da Moura“ ist ein einzigartiger Abschnitt des Flusses Corzos in der Gemeinde Corzos, im Bezirk A Veiga (Ourense, Galicien), wo die jahrtausendelange Erosion des Wassers auf Granit Felsblöcke, Höhlen, enge Gänge und kleine, kunstvoll geformte Wasserbecken geschaffen hat. Diese kleine Landschaft weist ein sehr ausdrucksstarkes Relief auf und liegt eingebettet in eine Umgebung aus Auwäldern und Laubwäldern im bergigen Hinterland von Ourense, nahe der Grenze zu Kastilien und León. Vom Aussichtspunkt aus kann man die glatten Felsen, die vom Wasser ausgehöhlten Vertiefungen und den Flusslauf beobachten, dessen Bett sich aus sichtbaren Abschnitten und solchen, die zwischen den Felsen verborgen liegen, zusammensetzt und in einem kleinen Wasserfall gipfelt, der aus einem „Felsentor“ hervorquillt. Das Ensemble bildet eine märchenhafte Landschaft mit einzigartigen Felsformationen, kleinen Wasserfällen und natürlichen Becken im Granit – ideal zum Entspannen, Wandern und Schwimmen in den kühlen Wasserbecken. Die Gegend ist von einer alten galicischen Legende umwoben: Man sagt, dass sich eine schöne „Moura“ (eine verzauberte Frau aus der galicischen Mythologie) bei Sonnenaufgang am Flussufer niederlässt und ihr blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmt; wer es aufhebt, wird mit Goldmünzen belohnt, und wer daran vorbeigeht, wird in Stein verwandelt und geht so in der Landschaft auf. Obwohl es keinen offiziellen Schutzstatus gibt, ist es ein außergewöhnlicher Ort, der in Wanderführern der Region und in Publikationen über die galicische Mythologie häufig erwähnt wird. Die beste Zeit für einen Besuch ist in der Regel im Frühling und Herbst, wenn der Wasserstand und die Farben des Waldes den Spaziergang besonders reizvoll machen; im Sommer eignet sich der Ort gut für einen kurzen Zwischenstopp, und im Winter ist meist weniger los.